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MRSA: Krankheitserreger im Krankenhaus

11. September 2009 3 Kommentare
Der Multi-Resistente-Staphylococcus-Aureus (MRSA), ursprünglich Methicillin-resistenter Staphylococcus aureus genannt, ist ein ungewöhnliches Bakterium.  Es kann nahezu überall vorkommen, auch auf der Haut und im Nasen-Rachenraum von Menschen. Das Bakterium löst jedoch nur in manchen Fällen eine Erkrankung aus - meist bei Krankenhauspatienten. Das Internet-Gesundheitsportal www.imedo.de informiert über das Bakterium, das den Krankenhausaufenthalt zu einem Risiko macht. Das Bakterium Methicillin-resistenter Staphylococcus aureus, oft mit der Buchstabenfolge MRSA abgekürzt, bleibt unauffällig, solange Menschen über ein intaktes Imunsystem verfügen. Ist ein Patient krank und geschwächt, profitiert das Bakterium davon: Es breitet sich aus und kann zum Auslöser von Hautinfektionen und verschiedenen lebensbedrohlichen Krankheiten werden. Es existiert somit kein MRSA-Virus, oder Krankenhaus-Virus, sondern lediglich eine MRSA-Infektion, die allerdings sowohl zu Lungenentzündung als auch zu Muskelerkrankungen und Blutvergiftung führen kann. Resistenz des MRSA Im Gegensatz zu anderen Bakterien ist das MRSA widerstandsfähig gegen Austrocknung und somit in der Lage, auch auf trockenen Oberfläche lange zu überleben. Eine besondere Gefahr des MRSA besteht darin, dass es ein Penicillin-Bindeprotein produziert, das eine Immunität gegenüber bestimmten Antibiotika bewirkt. Während andere Staphylococcus aureus-Stämme empfindlich auf Antibiotika reagieren, haben Mediziner Schwierigkeiten den MRSA zu bekämpfen und die Sterberate Infizierter ist hoch. Jährlich sterben rund 700 Menschen infolge einer Infektion mit dem Erreger. Kolonisation von MRSA ist nur bedingt gefährlich Bei über der Hälfte aller Menschen können Mediziner im Laufe des Lebens MRSA nachweisen. 20 Prozent aller Menschen sind sogar dauerhaft von dem Bakterium betroffen. Diese Kolonisationen sind für den Wirt grundsätzlich nicht gefährlich und treten auch bei vollkommen gesunden Menschen auf. Ärzte stellen oft nur zufällig fest, dass Patienten das Bakterium in ihrem Körper tragen. Der Kontakt mit kolonisierten Personen kann für geschwächte Patienten jedoch ein Risiko darstellen, da sie sich infizieren und erkranken können. MRSA übertragen sich vom Menschen zum Menschen und ein einziger Händedruck oder der Kontakt mit einem Gegenstand, den ein MRSA-Kolonisierter berührt hat, genügt, um den Krankheitserreger zu übertragen. Steht ein Krankenhausaufenthalt an, ist es zum Schutz vor einer MRSA-Übertragung und einer Infektion nötig, MRSA-Kolonisierte isoliert unterzubringen und ihre Kontaktgegenstände regelmäßig zu desinfizieren. Desweiteren müssen Besucher und Krankenhauspersonal Kittel, Schutzhandschuhe und Mundschutz tragen, um ausschließen zu können, dass sie MRSA beteiligt übertragen. Symptome einer MRSA-Infektion Ob eine Infektion mit MRSA vorliegt, müssen Experten mit Hilfe von molekular- und mikrobiologischen Nachweisverfahren im Labor prüfen. Fest steht, dass zu den Symptomen einer MRSA-Infektion mehrere Krankheiten zählen können. Anfangs äußert sich die Infektion durch Hautveränderungen. Es kommt zu Furunkeln und Wundinfektionen der Haut. Geht die Infektion tiefer oder kann sich bei einem geschwächten Immunsystem ausbreiten, entstehen beispielsweise Parotitis, auch bekannt als Entzündung der Ohrspeicheldrüse, Osteomyelitis, Knochenmarkentzündung und Lungenentzündung. Auch eine Blutvergiftung und eine Entzündung der Herzinnenhaut können sich entwickeln. Therapie von MRSA Bei einer Infektion durch MRSA behandeln Experten vor allem die Nasenvorhöfe aber auch veränderte Hautareale der Patienten mit Mupirocin-Salbe. Im Rachenraum müssen Patienten Mundspülungen anwenden. Darüber hinaus kommen antiseptische Waschlotionen zum Einsatz. Um zu überprüfen, ob die Behandlung anschlägt, führen Mediziner anschließend drei Tage hintereinander an den betroffenen Hautstellen und Körpersubstanzen Abstriche durch. Zudem sind meist verschiedene Antibiotika notwendig, um die Erreger vollständig auszuschalten. Vor der Behandlung müssen Experten allerdings die Antibiotika-Resistenzen ermitteln. Weitere Informationen zu MRSA liefert das imedo-Medizinlexiko. Über Erkrankungen, die das MRSA-Bakterium auslösen kann, informieren die imedo-Gesundheitsnews. Lesen Sie beispielsweise: Blutvergiftung: Das Immunsystem läuft Amok Informationen zu Antibiotika, erhalten Sie ebenfalls in den imedo-Gesundheitsnews: Langfristige Schäden der Darmflora durch Antibiotika, Antibiotika: Einnahme nicht vorzeitig beenden, Antibiotika wird zu schnell verschrieben (Redaktion: Svea Hagen)
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