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Langfristige Schäden der Darmflora durch Antibiotika

20. November 2008 3 Kommentare
Eine Behandlung mit Anbiotika stört die Darmflora. Meistens erholt sie sich wieder, in einigen Fällen bleiben die Störungen jedoch über Monate bestehen. Das fanden Wissenschaftler der Universität Stanford heraus. Das Internet-Gesundheitsportal www.imedo.de warnt vor der Vermehrung und dem Rückgang einiger Bakterien, wodurch es leichter zu Krankheiten kommen kann. Die Behandlung mit Antibiotika verändert die Anzahl von etwa einem Drittel aller Darmbakterien. Zwar erholen sich die meisten Bakterienarten nach Abschluss der Therapie innerhalb von vier Wochen, bei einigen Arten ist jedoch auch nach sechs Monaten noch nicht wieder der Ausgangszustand erreicht. Zu diesem Ergebnis kommen Wissenschaftler um Mitchell Sogin vom Marine Biological Laboratory in Woods Hole, in den USA, nachdem sie eine neue, besonders genaue genetische Analysemethode verwendet hatten. Die veränderte Zusammensetzung der Darmbakterien könnte die Gesundheit in bisher noch unbekannter Weise über lange Zeit hinweg beeinflussen, schreiben die Forscher in der Fachzeitschrift „PLoS Biology“. Darm enthält die größte Dichte an Bakterien In Zusammenarbeit mit Wissenschaftlern der Universität Stanford, in den USA, analysierten die Biologen die Zusammensetzung der Darmbakterien von drei gesunden Erwachsenen, die fünf Tage lang das Antibiotikum Ciprofloxacin einnahmen. Mit Hilfe einer speziellen Methode zur Genanalyse konnten sie 3300 bis 5700 genetisch verschiedene Bakterienarten identifizieren. Mindestens ein Drittel dieser Arten wurde durch Ciprofloxacin dezimiert. Außerdem änderte sich auch die Zusammensetzung der Bakterienarten. „Bakterien, die vor der Behandlung in geringer Menge vorhanden waren, können häufiger anzutreffen sein, und Bakterien, die vorher am häufigsten vorkamen, können seltener vorhanden sein“, erklärt Sogin. Antibiotika können die Darmflora langfristig schädigen Dies könnte sich möglicherweise auch längerfristig auf die Darmflora auswirken, vermuten die Wissenschaftler. Auch wenn die meisten Bakterienarten innerhalb von vier Wochen wieder ihren Ausgangszustand erreicht hatten, zeigten sich bei einigen Arten auch nach sechs Monaten noch Auswirkungen der Behandlung. Bei Veränderungen in der Zusammensetzung der Darmbakterien könnte es leichter zu Krankheiten kommen, vermutet Sogin. Denn der menschliche Darm, in dem sich die größte bekannte Dichte von Bakterien findet, spielt eine wichtige Rolle bei der Ernährung, der Beseitigung von Krankheitserregern und der Steuerung des Immunsystems. Die imedo-Gesundheitsnews informieren auch über Probiotika, die die Darmflora unterstützen.
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