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Welt-Aids-Konferenz fordert billigere Medikamente

11. August 2008 Keine Kommentare
Auf der Welt-Aids-Konferenz 2008 in Mexiko-Stadt fanden zwar Probleme in Bezug auf die Krankheit Gehör, bis zur Lösung ist es aber noch ein weiter Weg. Experten bemängelten die Diskriminierung der HIV-Infizierten und übten Kritik an Pharmaunternehmen, die an ihren Patentanträgen festhalten. In Deutschland wird derzeit an Verbesserungen der Kampagnen zur Aids-Prävention gefeilt. Das Internet-Gesundheitsportal www.imedo.de berichtet. Medikamente für die Behandlung HIV-Infizierter sind teuer. „Mexiko zum Beispiel gibt 90 Prozent seines Aids-Budgets für Medikamente aus, da Originalpräparate zu hohen Preisen eingeführt werden“, sagte die Aidsbeauftragte von „Brot für die Welt“, Astrid Berner-Rodoreda. Der mexikanische Präsident will künftig die Einfuhr von Nachahmerpräparten, auch Generika genannt, zulassen. Diese sind billiger als die Originalpräparate. Bisher war das in Mexiko nicht erlaubt. Nur Medikamente von Pharmaunternehmen, die auch einen Sitz im Land hatten, durften ihre Präparate verkaufen. Durch Generika könnten Preise für HIV-Medikamente sinken Der Vorteil der Generika ist, dass der Zugang zu den Medikamenten verbessert würde, mit weniger Geld könnte mehr Menschen geholfen werden. Weltweit betrachtet, haben rund zwei Drittel der Infizierten noch keine Möglichkeit, mit Medikamenten versorgt zu werden. Ein Instrument für die bessere Verfügbarkeit könnte sein, dass die Lizenzen für bestimmte Wirkstoffe an Generikahersteller kostengünstiger vergeben werden. Der Wettbewerb würde dazu führen, dass die Preise für die Medikamente sinken. Einige Pharmaunternehmen konnten bereits von diesem Modell überzeugt werden, andere halten an ihren Patentanträgen fest. Die Rezepturen für bestimmte Medikamente dürfen dann gar nicht oder nur gegen hohe Kosten verwendet werden. Diskriminierung HIV-Positiver Astrid Berner-Rodoreda kritisierte zum Abschluss der Konferenz zudem die Diskriminierung HIV-Positiver. Mehr als 70 Länder hätten Einreisebeschränkungen für Betroffene. Außerdem müssten Menschen mit HIV vollwertige Mitglieder in Gemeinden sein dürfen, das verlangte Bischof Hanson, Präsident des Lutherischen Weltbundes. Ein Netzwerk von Pfarrern, die selbst infiziert sind, würde „Aids ein Gesicht“ geben und dazu beitragen, dass Kirchen vorurteilsfreier mit HIV umgingen. Schwerpunkte: Prävention und Früherkennung von HIV „Die Wissenschaftler haben klar gemacht, dass es vorerst keine Wunderwaffe geben wird und das Leben vieler Menschen nur zu retten ist, wenn eine Infektion rechtzeitig erkannt und behandelt beziehungsweise durch Prophylaxe und richtiges Verhalten verhindert wird“, sagte der HIV- und Aidsbeauftragte bei World Vision Deutschland, Marwin Meier. Viele Aidsaktivisten hätten berichtet, dass die Krankheit zurück gedrängt werden könne, wenn ein Klima der Offenheit hergestellt werde, wenn bewusste Entscheidungen zu sexuellen Kontakten gefördert würden und wenn eine Gesellschaft auf die Einhaltung der Menschenrechte achte. Aids-Prävention in Deutschland Deutschland verfolgt das Kozept der maßgeschneiderten, kombinierten Aids-Prävention, wie es bei der Welt-Aids-Konferenz gefordert wurde. Wie die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, kurz BZgA, mitteilte, liegt die Zahl der Neuinfektionen an zweitniedrigster Stelle in den westeuropäischen Ländern. 33 Neudiagnosen kommen hierzulande auf eine Million Einwohner. Nur Andorra hat noch weniger. Trotzdem ist die Zahl im Vergleich zum vergangenen Jahr um rund vier Prozent gestiegen. Diese Zahlen zeigen zum einen, dass die Präventionsmaßnahmen in Deutschland zwar wirken aber neue Herausforderungen im Bereich Aufklärung warten. Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung reagiert darauf mit einer Überarbeitung ihrer „Gib Aids keine Chance“-Kampagne. Dazu gehören Plakate, TV- und Kinospots, Kommunikationsangebote in Schulen, in Ausstellungen, im Internet oder über die Telefonberatung. HIV schreckt nicht genug ab Die Bundeszentrale hat mit Hilfe einer Repräsentativerhebung herausgefunden, dass die Menschen in Bezug auf HIV nicht sorgloser geworden sind. Die Nutzung eines Kondoms liegt bei 74 Prozent in der Gruppe der unter 45-jährigen Alleinlebenden. Das gilt auch für Jugendliche. 209 Millionen Euro haben Deutsche im vergangenen Jahr für die Latextütchen ausgegeben. Ein Spitzenplatz im Vergleich zu vergangenen Jahren. Die größte Zahl der Neuinfektionen ist in der Gruppe der Homosexuellen zu finden. Von 2006 auf 2007 hat sie um zwölf Prozent zugenommen. Die Gründe sind nach Angaben des BZgA unterschiedlich. Zum einen lassen sich immer mehr Menschen testen, Infektionen würden so besser erfasst. Außerdem steigt die Lebenserwartung der Infizierten immer weiter an. Daraus resultiert, dass sich die Wahrscheinlichkeit, auf einen infizierten Sexualpartner zu treffen, erhöht. Der dritte Grund für den Anstieg ist weniger gefühlte Bedrohung. Durch die wissenschaftlichen Erfolgsmeldungen wird HIV nicht mehr als so stark bedrohlich angenommen, wie noch vor einigen Jahren. Die imedo-Gesundheitsnews verraten, warum auch am Welt-Aids-Tag kein Grund zur Sorglosigkeit besteht und warum die Drogensucht HIV-Infizierte hervorbringt. HIV-Positiven ermöglicht die imedo-Gesundheitscommunity mit der Gruppe „HIV – Aids“ den Austausch.
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