Der Executive Director Entwicklung bei AstraZeneca, einem britischen Pharmakonzern, sagt voraus, dass im Jahr 2030 die personalisierte Medizin innerhalb der Pharmabranche einen Marktanteil von 25 Prozent haben wird. Das entspricht geschätzten 250 Milliarden Dollar. Das Internet-Gesundheitsportal www.imedo.de berichtet.
Individualisierte Medizin beziehungsweise personalisierte Medizin bedeutet, dass Patienten das für ihr Genmaterial maßgeschneiderte Medikament in der vorhergesagt wirksamen Dosierung erhalten. Es werden nicht mehr nur die Symptome einer Krankheit, sondern auch dessen Biologie untersucht und behandelt. Patienten erhalten also zukünftig immer öfter Arzneien, die tatsächlich helfen und keine Nebenwirkungen nach sich ziehen.
Das Ziel personalisierter Medizin
Ärzte und Patienten sehen diese Entwicklung positiv. Denn sowohl chronische Erkrankungen, wie zum Beispiel Rheuma, Multiple Sklerose oder Alzheimer, als auch andere Krankheiten werden damit anders behandelt und „bekämpft“.
Das Beispiel Rheuma: Das Leiden beziehungsweise das Krankheitsbild verläuft bei einem Rheumapatienten sehr unterschiedlich. Mal erkranken die Gelenke, bei einem anderen Patienten das Bindegewebe. Es kann aber auch die Muskulatur sein. Beim nächsten Patienten stehen die inneren Organe im Fokus. Ein Präparat alleine kann diese unterschiedlichen Prozesse nicht heilen. Künftig werden Bluttests aufzeigen, welches Medikament bei welcher Rheumaform und wann am besten hilft.
Bedeutung personalisierter Medizin für Pharmakonzerne
Die Pharmakonzerne haben längst erkannt, dass hier ungeheure Umsatzmöglichkeiten schlummern. Als eine wichtige „Säule der Unternehmenskultur“ sieht auch Severin Schwan, Chef des Schweizer Pharmakonzerns Roche, das Thema personalisierte Medizin.
Spezielle Therapien können bei chronischen Schmerzen helfen. Die imedo-Gesundheitsnews informieren zu diesem Thema.
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