- Das Essverhalten orientiert sich nicht an inneren Signalen. Bei Hunger wird nicht gegessen und bei Sättigung nicht aufgehört. Es wird nach den äußeren Bedingungen, wie zum Beispiel der Gelegenheit, den Kalorien oder Zeit geschaut.
- Die Lebensmittel werden in erlaubte und verbotene eingeteilt. Das Essverhalten wird ohne jegliche Spielräume für Gelüste oder Flexibilität kontrolliert.
- Trotzdem werden recht chaotisch Mahlzeiten ausgelassen. Oft herrscht eine Unfähigkeit gegenüber einer klaren Mahlzeitenstruktur.
- Mit abwechselnder Haltung wird kontrolliert oder ohne jegliche Kontrolle gegessen. Das stark kontrollierte Essverhalten wird zum Beispiel unterbrochen durch Heißhungeranfälle, denen Betroffene scheinbar hilflos ausgeliefert sind.
- Das Gefühl dem Essen gegenüber ist abhängig von der psychischen Stimmung. So wird in Stresssituationen und extremen Lebenssituationen entweder zuviel oder zu wenig gegessen.
- Das Essverhalten ist immer mit dem Gewicht verbunden, sowie mit Angst und Zwang. Bei geringer Gewichtszunahme, wird entweder aus Frust gegessen oder mit verschiedenen Mitteln, wie zum Beispiel mit Sport, Erbrechen oder Fasten versucht, Gewicht zu verlieren.
- Die Gedanken kreisen um das Gegessene, das bevorstehende Essen und die Wege zur schnellsten Abnahme. Dies ist zeitintensiv und erfordert so viel Energie, dass sonstige Aktivitäten oft nicht mehr ausgeführt werden können.
Wo hört die gesellschaftlich anerkannte Diät auf und wo fängt die Essstörung an? Durch die Unwissenheit und die Unzufriedenheit über den eigenen Körper kommt es zu erfolglosen Diäten verbunden mit Heißhungerattacken, Gewichtszunahme und Mangelerscheinungen. Die Grenze eines gesunden Essverhaltens zu erkennen, ist meist sehr schwierig, da der Übergang in eine Essstörung fast nahtlos ist. Das Internet-Gesundheitsportal www.imedo.de hilt, Essstörungen zu erkennen.
Es gibt sieben Kriterien, die auf ein gestörtes Essverhalten hinweisen können. So steht anstelle von Spaß und Genuss am Essen, vor allem Angst und Unsicherheit.
Sieben Zeichen der Essstörung
