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Wachstum der Tuberkulose

13. Mai 2008 3 Kommentare

Tuberkulose ist im Wachstum. Besondere Gefahr geht von multiresistenter Tuberkulose aus. Neue Medikamente und Diagnoseverfahren müssen entwickelt werden. Das Internet-Gesundheitsportal www.imedo.de berichtet.

Tuberkulose kommt wieder

Die Häufigkeit der an Tuberkulose erkrankten Patienten wird zunehmen. Das sagte Prof. Helmut Teschler auf dem Jahreskongress der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin, kurz DGP, in Lübeck. Die wachsende Armut sieht er als Hauptursache, daraus folgen schlechte Ernährung und beengte Wohnverhältnisse. Weitere Multiplikatoren und somit auch verantwortlich für das Auftreten von Tuberkulose sind weltweites Reisen und Migration. Die Gefahr liegt hier bei resistenten und multiresistenten Bakterienstämmen, die nach Deutschland gelangen.

Zwar ist Tuberkulose in Deutschland noch nicht weit verbreitet - im Jahr 2006 gab es 5.500 Fälle - dennoch ist Vorsicht geboten. Denn innerhalb der EU liegt Deutschland bei multiresistenter Tuberkulose schon auf Rang drei, hinter Litauen und Lettland. Multiresistente Tuberkulose (MDR-Tuberkulose: multi drug resistant) beschreibt eine Resistenz gegenüber den beiden bedeutendsten Tuberkulosemedikamenten Isoniazid und Rifampicin.

Die Therapieansätze bei Tuberkulose Die MDR-Tuberkulose ist im Vergleich zur nicht-resistenten Tuberkulose wesentlich kostenintensiver. Mit über 50.000 Euro sind die Medikamentenkosten circa 40-Mal höher. Die Therapie dauert lange, ist schlecht verträglich und wenig erfolgreich. In Deutschland werden nur 50-60 Prozent der Patienten endgültig geheilt. Somit ist es wichtig, neue Medikamente und Diagnosemöglichkeiten zu entwickeln. Erste Erfolge zeigen sich bereits: Der Münchener Mediziner Andreas Färber hat auf dem DGP-Kongress den von ihm entwickelten genetischen Schnelltest vorgestellt. So können innerhalb von nur 24 Stunden mögliche Resistenzen gegenüber Tuberkulose-Medikamenten erkannt werden und der behandelnde Arzt erhält hilfreiche Informationen für eine anschließende effektive Therapie. Bislang dauerte dieser Vorgang sechs bis acht Wochen und Patienten wurden der Gefahr ausgesetzt, mit wirkungslosen Medikamenten behandelt zu werden. Die imedo-Gesundheitsnews bieten weitere Informationen zu Tuberkulose und informieren zudem über die Ausbreitung resistenter Tuberkulose-Erreger. Wissenswertes über Tuberkulose erfahren Sie zudem mit Hilfe des imedo-Medizinlexikons. Die imedo-Gesundheitscommunity verfügt außerdem über eine Gruppe zum Thema Tuberkulose, die Betroffenen den Erfahrungsaustausch ermöglicht.
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