Akne ist heilbar, auch Narben müssen nicht bleiben. Wichtig ist nur, dass Akne frühzeitig erkannt und behandelt wird. Auch vermeintliche einfache Pubertätspickel können sich als böse Akne herausstellen. Geschieht dies zu spät, sind eine langwierige Therapie und Narben meist die Folge. Das Internet-Gesundheitsportal www.imedo.de berichtet.
Susanne Astner, Ärztin in der Aknesprechstunde der Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie der Berliner Charité, erklärt im Gespräch mit imedo, dass die Annahme, Akne sei Schicksal und Narben in manchen Fällen unvermeidbar, falsch ist. „Was viele nicht wissen ist, Akne ist heilbar und auch Narben sind heute vermeidbar. Es ist wichtig, dass Akne so früh erkannt wird, dass sich Narben erst gar nicht bilden.“ Deswegen solle jeder, der unter Pickeln leidet, zum Hautarzt gehen. Dieser könne feststellen, ob Akne vorliegt, um welchen Typ es sich handelt und wie schwer sie ist. Aufgrund dieser Diagnose kann er dann Maßnahmen einleiten.
Richtige Aknebehandlung
Astner warnt ausdrücklich vor Selbstversuchen mit Mittelchen aus der Drogerie. Diese hielten meist nicht, was sie versprechen. Der Dermatologe hingegen könne speziell auf den Hauttyp und den Schweregrad der Akne abgestimmte Rezepturen verschreiben, die dann als Salbe, Creme, Lösung, Lotion oder auch in Tablettenform angewendet werden.
Prinzipiell gilt, „leichte Akne wird äußerlich behandelt, schwere innerlich“, sagt Hans Meffert, Facharzt für Dermatologie, Allergologie und Physikalische Medizin vom Dermatologischen Zentrum Berlin. Zusätzlich zur medikamentösen Behandlung kann mit UVB-Strahlung gearbeitet werden. In jedem Fall sollte vor einer Behandlung das Pflegeverhalten des Patienten untersucht werden, rät Susanne Astner. Der Dermatologe kann hier wertvolle Tipps geben.
Akne wird von äußeren Einflüssen begünstigt
Bei der ersten Vorstellung einer Akne wird der Hautarzt viele Fragen stellen, die auf den ersten Blick nicht unbedingt etwas mit der Akne zu tun haben. So ist beispielsweise wichtig, in welchem Beruf jemand arbeitet oder wie sein soziales Umfeld ist. Frauen werden unter Umständen nach Problemen mit verstärktem Haarwuchs oder dem Zyklus gefragt. Das sind wichtige Informationen, denn Akne ist oft hormonbedingt und wird von äußeren Einflüssen wie Stress begünstigt. Da Hautunreinheiten auch eine Nebenwirkung von Medikamenten sein können, wird auch die Frage nach Arzneimitteln eine Rolle spielen, ebenso wie die nach bekannten Medikamentenunverträglichkeiten oder der Häufigkeit von Hautkrankheiten in der Familie.
Bei Akne hilft der Arzt
Jeder, der das Gefühl hat, dass seine Pickel das „normale“ Maß überschreiten, sollte sich umgehend an einen Hautarzt wenden. Im günstigsten Fall ist es keine oder nur leichte Akne, die sich gut mit Waschlotionen oder Lösungen behandeln lässt. Im schlimmsten Fall kann es aber der Beginn einer schweren Akne sein, die im späteren Verlauf röhrennetzartige Gänge in der Haut bildet, sich massiv entzündet und tiefe Narben hinterlässt. In der Regel kann ein Laie die verschiedenen Arten der Akne nur schwer auseinanderhalten und sollte daher den Dermatologen zu Rate ziehen.
Betroffenen ermöglicht die imedo-Gesundheitscommunity durch die Gruppe „Akne“ den Austausch.
Hormone verursachen Pickel bei Erwachsenen. Informationen zu diesem Thema liefern die imedo-Gesundheitsnews.
In den imedo-Gesundheitsnews erfahren Sie mehr über Akne.
