Im Alter wird alles schlechter: Die Haut wird schlaff, das Gedächtnis lässt nach, die Knochen schmerzen, die Augen werden schwach, das Gehör auch. Doch offensichtlich geht es im Alter nicht zwangsläufig nur bergab. Forscher fanden heraus, dass auch das Gehirn von über 60-Jährigen noch wachsen kann. Das Internet-Gesundheitsportal www.imedo.de berichtet.
Auch bei älteren Menschen kann das Gehirn durch Training noch zu Wachstum angeregt werden. Nachdem eine Zunahme der grauen Hirnsubstanz durch Jonglier-Übungen bei jüngeren Probanden bereits 2004 nachgewiesen wurde, gelang das in diesem Jahr auch bei Teilnehmern im Alter von 55 bis 67 Jahren, sagte der Neurologe Arne May in Hamburg. „Lernen und Üben ist definitiv gut für das Gehirn, auch mit 60 Jahren.“ Im Congress Center der Hansestadt treffen sich von Mittwoch bis Samstag rund 4000 Teilnehmer zum 81. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Neurologie, kurz DGN.
Gehirnwachstum durch Jonglieren
Nach Mays Angaben war nach einer dreimonatigen Trainingsphase auch bei den älteren Jongleuren eine Vergrößerung der grauen Substanz im sogenannten visuellen Assoziationscortex feststellbar. Diese Gehirnregion ist darauf spezialisiert, Bewegungen im Raum zu erkennen. Nach einer dreimonatigen Trainingspause hatte sich die Erweiterung teilweise zurückgebildet. „Diese Ergebnisse zeigen erstmalig, dass die Veränderungen nicht nur auf das jugendliche Gehirn beschränkt sind, sondern dass sich die anatomische Struktur des erwachsenen Gehirns selbst im Alter noch signifikant verändern kann“, erläuterte der Forscher. Nachgewiesen wurden die Veränderungen in den Gehirnen der Teilnehmer durch Aufnahmen im Kernspintomographen.
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