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Genetisch bedingte Krankheiten gab es schon zu Urzeiten

27. Oktober 2008 Keine Kommentare
Die meisten unserer Krankheitsgene sind uralt. Viele entstanden bereits, als sich die Vielzeller zu Tieren entwickelten, manche „erst“ vor 400 Millionen Jahren. Deutsche Forscher erstellten eine Datenbank mit identifizierten Mutationen und ermittelten deren Alter. Die Schlussfolgerungen aus ihren Untersuchungen könnten die Medizin auf einen neuen Weg bringen. Das Internet-Gesundheitsportal www.imedo.de berichtet. Seit der Evolution der Säugetiere sind kaum neue potenzielle Krankheitsgene hinzugekommen. Das zeigen Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für Evolutionsbiologie in Plön nach einer Zeitpunktanalyse der Entstehung von zahlreichen Genen, die auch Krankheiten auslösen können. Sie publizierten ihre Ergebnisse im Fachmagazin „Molecular Biology and Evolution“. Genmutationen führen zu Krankheiten Eine kleine Änderung in der Buchstabenfolge genügt, beispielsweise ein A für ein C, und ein bisher einwandfrei funktionierendes Gen wird zum Krankheitsauslöser. Mit der Entschlüsselung des Humangenoms sind inzwischen Tausende von Genen identifiziert worden, die beim Menschen zu genetisch bedingten Krankheiten führen können, wenn sie solche Mutationen tragen. Manche Gene entstanden bereits vor einer Milliarde Jahren Die von den Wissenschaftlern erstellte Datenbank weist mehr als 4000 Chromosomenregionen aus, die Experten mit genetischen Erkrankungen in Verbindung bringen. Für etwa 50 Prozent dieser Regionen sind die Gene, deren Veränderungen für den Ausbruch einer Krankheit beim Menschen verantwortlich sind, identifiziert. Die Wissenschaftler Tomislav Domazet-Loso und Diethard Tautz vom Max-Planck-Institut für Evolutionsbiologie in Plön haben diese Gene nun einer genaueren Analyse unterzogen. Ziel: Die Bestimmung des Zeitpunkts ihrer evolutionären Entstehung. Dabei nutzten die Wissenschaftler eine 2007 entwickelte neue Methode, die es laut den Wissenschaftlern möglich macht, den Ursprung heute existierender Gene zu ermitteln. Mithilfe einer Ähnlichkeitssuche wird dann der letzte gemeinsame Vorfahre bestimmt, in dessen Genom das untersuchte Gen noch entdeckt werden kann. So können Wissenschaftler das erste Auftreten des Gens, also sein minimales Alter, genau ermitteln. „Bei dieser systematischen Altersbestimmung jener Gene, die für bestimmte Krankheiten verantwortlich sind, konnten wir tatsächlich erstmals zeigen, dass sie in einer beeindruckenden Mehrheit bereits seit dem Ursprung der ersten Zellen existieren“, erklärt Diethard Tautz. Große Gruppen dieser Gene entstanden bereits während der Evolution der Vielzeller vor mehr als einer Milliarde Jahren sowie zur Zeit der Evolution der Knochenfische vor circa 400 Millionen Jahren. „Überraschenderweise sind seit der Evolution der Säugetiere kaum neue potenzielle Krankheitsgene hinzugekommen“, berichtet der Evolutionsbiologe. Einige Rätsel hinsichtlich genetisch bedingter Krankheiten bleiben Genetisch bedingte Krankheiten betreffen offenbar vor allem evolutionär alte zelluläre Prozesse, die bereits in der Frühphase organischen Lebens entstanden sind. Das führe zu dem Schluss, dass alle heute lebenden Organismen von ähnlichen genetischen Krankheiten betroffen sein könnten. „Wir können genetisch bedingte Krankheiten somit letztlich nie vollständig besiegen, da sie Prozesse betreffen, die in der Evolution unveränderbar festgelegt wurden“, so der Forscher. Rätselhaft bleibt jedoch, warum gerade die entwicklungsgeschichtlich jungen Gene, wie zum Beispiel jene, die für die Entwicklung der Säugetiere nötig waren, nur selten Krankheiten auslösen, wenn sie Mutationen tragen. Genmutationen scheinen auch für die Entstehung von Alzheimer verantwortlich zu sein. Informieren Sie sich mit Hilfe der imedo-Gesundheitsnews.
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