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Umfrage: Ein Drittel der deutschen Ärzte befürworten Sterbehilfe

25. November 2008 Ein Kommentar
Die aktive Sterbehilfe ist und bleibt ein kontroverses Thema. In einer Umfrage bekannte sich eine unerwartet hohe Zahl von Ärzten dazu, auch aktiv Sterbehilfe leisten zu wollen. Manche gaben sogar an, bereits Sterbehilfe geleistet zu haben. Das Internet-Gesundheitsportal www.imedo.de berichtet. Rund ein Drittel der deutschen Ärzte ist dafür, unheilbar kranken Patienten beim Suizid helfen zu dürfen. Etwa jeder sechste Mediziner,16,4 Prozent aller Ärzte, befürwortet sogar aktive Sterbehilfe. Das ergab eine repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstitutes TNS Healthcare für das Nachrichtenmagazin „Spiegel“, die am Samstag vorab veröffentlicht wurde. Rund drei Prozent der Ärzte gaben an, bereits ein- oder mehrmals einem Patienten beim Suizid geholfen zu haben. 40 Prozent der Mediziner würden Patienten beim Suizid helfen Fast jeder fünfte befragte Mediziner hat in seinem Umfeld bereits einmal oder mehrmals von Sterbehilfe-Fällen erfahren. Fast 40 Prozent können sich vorstellen, einem Patienten selbst beim Suizid zu assistieren. 16 Prozent können sich auch vorstellen, das Leben eines unheilbar kranken Patienten auf dessen Wunsch hin, zu beenden. Die Beihilfe zum Suizid ist straflos, die aktive Sterbehilfe hingegen ist in Deutschland strafbar. Für die Studie befragte TNS Healthcare 483 Ärzte, die Schwerstkranke behandeln. Darunter waren Hausärzte ebenso wie Anästhesisten und Palliativmediziner. Die Befragung erfolgte anonym. Fast die Hälfte der Ärzte wünscht sich Sterbehilfe für sich selbst Angesichts dieser Zahlen fordert die Deutsche Hospiz-Stiftung verpflichtende ethische Fortbildungen für ärztliche Berufe und mehr Geld für eine professionelle Sterbebegleitung. Bund, Länder und Ärzteverbände müssten rund 30 Millionen Euro jährlich für ethische Fortbildungen zur Verfügung stellen. Zudem verlangte der Verband den Ausbau der hospizlich-palliativen Versorgung für wenigstens 50 Prozent der Betroffenen. Der Vorstand der Stiftung, Eugen Brysch, kritisierte, dass die Krankenkassen von den jährlich 220 Millionen Euro, die ihnen für spezielle Palliativversorgung zur Verfügung stünden, erst 1,2 Millionen ausgegeben hätten. Bryschs Meinung nach, sei es nicht verwunderlich, dass Ärzte dem Leid der Betroffenen hilflos gegenüber stünden, „wenn nur vier Prozent der über 810.000 Sterbenden in Deutschland in den letzten zwölf Monaten ihres Lebens eine professionelle palliative und hospizliche Begleitung erhalten“. Ein weiteres Problem wäre, dass viele Ärzte zwischen „sterben lassen“ und „töten“ nicht unterscheiden könnten. Fast die Hälfte der befragten Ärzte, etwa 44 Prozent der Mediziner, würde sich übrigens bei eigener unheilbarer Krankheit wünschen, dass ein Kollege ihnen beim Sterben helfen darf. Nahezu ein Drittel, 31,5 Prozent der Ärzte, wünscht sich die Möglichkeit der aktiven Sterbehilfe in diesem Fall. Umfassende Informationen zum Thema Freitod finden sie mit Hilfe er imedo-Gesundheitsnews.
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