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Medikamentenmissbrauch: häufig unerkannt und unterschätzt

26. Mai 2008 Keine Kommentare
Eine gehäufte Einnahme von Medikamenten ist meist unauffällig und im Alltag von anderen kaum wahrnehmbar. Die meisten Betroffenen sind sich ihrer Abhängigkeit jedoch selbst nicht bewusst. Das Internet-Gesundheitsportal www.imedo.de iformiert über die Gefahr des Medikamentenmissbrauchs. In Deutschland sind 1,5 Millionen Menschen süchtig nach Medikamenten. Die wenigsten würden sich selbst als abhängig einschätzen, selbst wenn sie manche Medikamente über Jahrzehnte hinweg einnehmen. Unterstützt wird diese Fehleinschätzung durch Ärzte, die die Medikamente über solch lange Zeiträume bedenkenlos verschreiben. Sie unterschätzen die Gefahren, die auch schon von einer geringen Medikamentendosis ausgehen, wenn diese über lange Zeit eingenommen wird. Auch Apothekern sollte es auffallen, wenn Patienten regelmäßig das selbe Präparat einnehmen. Doch kaum einer sagt etwas und weist die Betroffenen auf eine eventuelle Abhängigkeit hin. Ältere Menschen sind besonders von Medikamentenmissbrauch oft betroffen Großes Suchtpotenzial beinhalten benzodiazepinhaltige Medikamente – Beruhigungs- beziehungsweise Schlafmittel, die vor allem von Senioren regelmäßig eingenommen werden. Die Nebenwirkungen können gerade bei älteren Menschen schwere Folgen haben. So kann die auftretende Gangunsicherheit zu Stürzen führen. Desweiteren verstärken sie Schlafapnoe und Vergesslichkeit und vermindern die Leistungsfähigkeit. Gesteigerte Lebensqualität durch Medikamentenentzug Wer einen Entzug machen will, sollte sich an seinen Hausarzt wenden. Dieser hilft dabei, das Medikament langsam abzusetzen. Der Entzug kann kurzzeitig unangenehm sein, das Ergebnis ist jedoch eine deutlich gesteigerte Lebensqualität. Der erste Schritt ist allerdings, die betroffenen Patienten auf ihr Problem aufmerksam zu machen. Hier sind neben Verwandten auch Ärzte und Apotheker gefragt. Wichtig ist bei einem Gespräch, dass dieses sehr einfühlsam gestaltet wird. Eine zu direkte Konfrontation und die Verwendung von Wörtern wie „Sucht“ oder „Abhängigkeit“ kann beim Patienten schnell zu einer Abwehrhaltung führen. Abgelaufene Medikamente können ebenfalls gefährlich sein. Informieren Sie sich mit Hilfe der imedo-Gesundheitsnews. Zudem hat sich die imedo-Gesundheitsredaktion mit dem Thema Nikotinsucht und -entwöhnung bechäftigt. Informieren Sie sich.
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