Der Herbst ist Erkältungszeit. Im ersten Teil unserer Erkältungsserie hat das Internet-Gesundheitsportal www.imedo.de die wirklich wirksamen Mittel gegen Husten und Halsschmerzen verraten. Heute geht es um die Möglichkeiten, die es gibt, um die Erkältungs-Nebenerscheinungen wie Triefnasen, Fieber und Kopfschmerzen zu behandeln. Auch hier gilt: die Apotheke ist nicht immer die erste Hilfe.
Wer erkältet ist und trotzdem arbeiten muss, kann eine tropfende Nase und Kopfschmerzen nicht gebrauchen. Viele sind dann versucht, sich mit „Allround“-Mitteln aus der Apotheke ein vermeintliches Rundum-Sorglos-Paket zu besorgen. Doch am besten gegen eine Erkältung hilft immer noch: ein paar Tage ausruhen und sich um die Symptome kümmern. Und das geht oft auch mit kleinen Hausmitteln.
Schnupfen: Nasentropfen helfen
Gegen das Laufen der Nase helfen am besten abschwellende Nasentropfen oder Sprays. Diese beugen auch einer Neben- und Stirnhöhlenentzündung vor. Die Tropfen sollten frei von Konservierungsmitteln sein, da diese die Schleimhäute schädigen können und die Flimmerhärchen in der Nase daran hindern, sich ausreichend bewegen zu können. Damit können Bakterien leichter eindringen. Patienten sollten Nasensprays und Nasentropfen in der Regel nicht länger als fünf oder sechs Tage benutzen. Danach besteht die Gefahr, dass sich die Nasenschleimhaut an das Mittel gewöhnt und ein freies Durchatmen durch die Nase ohne Spray nicht mehr möglich ist.
Ätherische Öle erleichtern zwar die Atmung, besitzen aber keine abschwellende Wirkung. Eltern sollten Kleinkinder und Säuglinge nicht mit Kampfer oder reinen Mentholpräparaten behandeln. Diese können zu Krämpfen in den Bronchien oder Atemnot führen.
Auch bei Schnupfen gilt: dauert er länger als ein bis zwei Wochen, sollte man einen Arzt aufgesuchen. Es könnte sich dann um einen bakteriellen Infekt handeln, den Mediziner mit Antibiotika behandeln müssen.
Fieber senken, erst dann Medikamente
Von Fieber spricht man ab einer Körpertemperatur von 38°C. Eine Behandlung ist bei einem ansonsten gesunden Menschen, ob erwachsen oder Kind, erst ab 38,5°C notwendig. Fieber ist eine Reaktion des Körpers auf die Aktivität des Immunsystem und grundsätzlich ein gutes Zeichen. Steigt die Temperatur, sollte man sich schonen und im Bett bleiben.
Um das Fieber zu senken, empfiehlt Arzneimittelexperte Gerd Glaeske Paracetamol-Präparate. Acetysalicylsäure-Präparate wirken fiebersenkend und schmerzlindernd. Sie sind allerdings recht aggressiv zur Magenschleimhaut. Erkrankte sollten Medikamente aber auch erst dann eingesetzen, wenn die Temperatur über 38,5°C liegt. Darunter sind Wadenwickel ein probates Mittel. Kinder, die zu Fieberkrämpfen neigen, bilden die Ausnahme. Eltern sollten sie gleich behandeln, am besten mit Fieberzäpfchen.
Kopfschmerzen meist nur Symptom, daher Ursache behandeln
Oft verursacht eine die Erkältung begleitende Stirnhöhlenentzündung dumpfe bis pochende Kopfschmerzen. Gegen das festsitzende Sekret, das die Schmerzen auslöst, hilft Inhalieren mit ätherischen Ölen oder Tabletten mit dem Wirkstoff Myrtol. Das löst das Sekret und der Druck im Kopf lässt nach. Ansonsten wirken Paracetamol, Acetysalicylsäure und Ibuprofen schmerzlindernd, die beiden letzten zusätzlich entzündungshemmend. Alle sollten als Brausetablette, Zäpfchen oder mit viel Wasser eingenommen werden, weil sie den Magen angreifen.
Als natürliches Mittel empfiehlt Glaeske Pfefferminzöl auf die Schläfen und die Stirn zu reiben. Das wirkt allerdings nur, wenn keine Stirnhöhlenentzündung vorliegt.
Symptome der Erkältung einzeln behandeln
Insgesamt kann man sagen, dass es sinnvoller ist, die einzelnen Symptome einer Erkältung einzeln zu behandeln. Ein Apothekenbesuch ist dafür nicht immer notwendig. Oft kann man sich mit einfachen, aber wirkungsvollen Hausmitteln helfen. Das ist meistens gesünder und schont außerdem den Geldbeutel.
Wie Sie mit Einläufen und ätherischen Ölen die Grippe bekämpfen, erfahren Sie mit Hilfe der imedo-Gesundheitsnews.
