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Gibt es den Plötzlichen Kindstod wirklich?

15. Oktober 2008 2 Kommentare
Der plötzliche Kindstod ist wohl das, was Eltern im ersten Lebensjahr ihres Nachwuches am meisten fürchten. Er ist die häufigste Todesursache bei Säuglingen innerhalb des ersten Lebensjahres. Neuere Studien belegen, dass der Sudden Infant Death, kurz SID, in viel weniger Fällen als Todesursache in Betracht kommt als bisher obduziert wurde. Das Internet-Gesundheitsportal www.imedo.de weist daraufhin, dass vielmehr Bakterien Schuld am plötzlichen Tod der Kleinsten sind. Im vergangenen Jahr starben in Deutschland 228 Säuglinge und Kleinkinder am Sudden Infant Death, kurz SID. Der niedrigste Stand seit Beginn der Aufzeichnungen in den 1970 Jahren. Dennoch gibt diese Zahl keinen Grund zur Freude. Eltern und Mediziner stellt der plötzliche Kindstod noch immer vor ein Rätsel. Australische Forscher der Universität Adelaide haben den Tod von 130 Babys, die am SID gestorben sein sollen, genauer untersucht. Auffällig hoch war bei vielen Babys der Anteil von Staphyloccocus aureus, einer Bakterienart, die potenziell tödliche Toxine produziert. Anhand der Obduktionsberichte der Babys konnten die Wissenschaftler feststellen, dass 32 von ihnen in Folge einer Infektion starben und 33 Babys durch andere Ursachen, wie beispielsweise einen Autounfall, ums Leben kamen. Hohe Konzentration von Bakterien wie Staphyloccocus aureus Außerdem fanden die Wissenschaftler heraus, dass die Konzentration von Bakterien bei vielen Kindern relativ hoch war. Eines von fünf Babys, das an den Folgen einer Infektion gestorben war, wies in eigentlich sterilen Bereichen wie Milz, Blut des Herzens und Zerebrospinalflüssigkeit im Rückenmark und im Gehirn eine zu hohe Konzentration von Bakterien auf. Erstaunlich war aber, dass jedes zehnte Kind, das eigentlich durch den plötzlichen Kindstod gestorben war, ebenfalls eine zu hohe bakterielle Konzentration aufwies - meistens Staphyloccocus aureus. Die australische Studie ist nicht die erste, die diese Ergebnisse liefert. Bettina Zinka von Rechtsmedizinischen Institut München hat vor einigen Jahren ihre Promotion zu diesem Thema angefertigt. „Durch umfangreiche Zusatzuntersuchungen konnten häufiger virale und manchmal auch bakterielle Infekte nachgewiesen werden“, sagt die Medizinerin gegenüber imedo. Plötzlicher Kindstod: Immunsystem baut sich noch auf Moderne Techniken ermöglichen heute eine bessere Aufklärung von Todesfällen. Die Definition des Sudden Infant Death stammt von Bruce Beckwith aus dem Jahr 1970. Demnach ist der SID der „plötzliche Tod jedes Säuglings oder Kleinkindes, der unerwartet eintritt und bei dem sich durch eine sorgfältige postmortale Untersuchung keine adäquate Todesursache nachweisen lässt“. Eine Definition, die zwar bis heute noch besteht, allerdings in immer weniger Fällen zutrifft, weil die Todesursache genauer bestimmt werden kann. Nur fünf Prozent der untersuchten Fälle von Bettina Zinka konnten Mediziner am Ende noch dem klassischen SID zuschreiben. Die meisten SID-Fälle kommen im zweiten und dritten Lebensmonat der Babys vor. In der Studie von Bettina Zinka und ihren Kollegen wird vermutet, dass die Kinder in dieser Lebensphase die Antikörper abbauen, die die Mutter dem Baby mitgibt. Das heißt, dass das Immunsystem der Kinder in dieser Zeit giftbildenden Bakterien wehrlos ausgesetzt ist - unter Umständen mit tödlichen Folgen. Bessere Aufklärung über Vorsorgemaßnahmen hinsichtlich plötzlichem Kindstod Dass die Zahl der SID-Fälle in Deutschland rückläufig ist, liegt nach Aussage von Bettina Zinka nicht nur an den besseren Untersuchungsmöglichkeiten, sondern auch an den Aufklärungskampagnen, die Experten zur Vorsorge des SID unternehmen. Die Kinder, die am SID sterben, weisen alle ähnliche Symptome auf: sie liegen durchgeschwitzt auf dem Bauch, Lippen und Fingernägel haben eine bläuliche Verfärbung. Die meisten Fälle treten im zweiten oder dritten Lebensmonat auf und zwar vor allem in den Wintermonaten. Darüber, wie Eltern dem SID vorbeugen können, wurden in den vergangenen Jahrzehnten Bücher gefüllt. Babys sollen demnach nicht auf dem Bauch schlafen, das Rauchen in der Nähe von Kindern soll unterlassen werden, das Zimmer soll nicht überhitzt und das Kind nicht in dicke Decken oder Kissen eingehüllt sein. Stillen fördert das Immunsystem der Säuglinge und soll daher auch vorbeugend gegen den SID wirken. Ob nun der SID oder eine bakterielle Infektion, die Fortschritte der Wissenschaft sind zwar bemerkenswert, aber es wird nach Einschätzung von Bettina Zinka immer ungeklärte Todesursachen bei Säuglingen geben. Betroffene Eltern wird das auch künftig nicht trösten. Hat ihr Kind Schwierigkeiten mit dem Schlafen? Pucken hilft und die imedo-Gesundheitsnews informieren Sie über das Thema.
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