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Mögliches Merkmal von Autismus: veränderte Proteine

13. Januar 2009 Keine Kommentare
Italienische Forscher haben bei autistischen Kindern Proteinformen gefunden, die bei gesunden Kindern in dieser Form nicht auftreten. Die Forscher hoffen nun, dass sie mit den Daten einen Schnelltest entwickeln können, der die Krankheit eindeutig definiert. Das Internet-Gesundheitsportal www.imedo.de berichtet. Im Speichel von autistischen Kindern haben italienische Forscher ungewöhnliche Proteinformen gefunden: Sie haben eine leicht modifizierte Bauform, die sich in der Zahl der angehängten Phosphatgruppen von den Proteinen gesunder Kinder unterscheidet, berichten die Mediziner um Massimo Castagnola von der Cattolica Universität in Rom. Sie hoffen damit einen Speicheltest entwickeln zu können, mit dem sich Autismus und ähnliche Erkrankungen bei Kindern leicht und schnell nachweisen lassen. Außerdem könnten Wissenschaftler die Stoffwechselvorgänge zurückverfolgen, die zu den falschen Bauformen führen. Dadurch ließen sich Rückschlüsse auf die molekularen und genetischen Ursachen dieser Krankheitsbilder ziehen, bei denen Kindern die emotionale Kontaktaufnahme mit der Umwelt verwehrt ist, schreiben die Forscher im Fachmagazin „Journal of Proteome Research“. Speichelprobe autistischer Kinder Die Forscher untersuchten Speichelproben von 27 ein- bis neunjährigen Kindern, die an Autismus und ähnlichen zum Autismusspektrum zählenden Krankheiten wie dem Asperger-Syndrom litten. Diese Proben verglichen sie mit dem Speichel gleichaltriger gesunder Kinder. Mit chemischen und physikalischen Analysemethoden trennten sie dabei den Eiweißanteil der Speichelflüssigkeit in rund 120 Bestandteile auf. Vier Proteine zeigten charakteristische Abweichungen: Bei 19 Kindern aus dem Autismusspektrum war mindestens eines dieser vier Proteine verändert. Stoffwechselprozesse modifizieren Proteine Normalerweise werden Proteine durch einen Phosphorylierung genannten Prozess jeweils in eine aktive oder passive Form gebracht: Bei der Produktion hängen Enzyme chemische Schalter, sogenannte Phosphatgruppen, an das Proteinmolekül. Dies bestimmt den Aktivitätsgrad der Eiweiße. Bei den 19 Kindern war diese Phosphorylierung jedoch offenbar unterdrückt: Die Proteine hatten weniger Phosphatanhängsel und waren damit in ihrer Funktion modifiziert. Die Forscher glauben, dass dieselben Stoffwechselprozesse, die Speichelproteine modifizieren, vielleicht auch andere Proteine im Körper verändern - etwa an Schlüsselstellen des zentralen Nervensystems. Mediziner sollten ihrer Ansicht nach diese Spur weiterverfolgen, um die molekularen Mechanismen hinter den Erkrankungen des Autismusspektrums besser zu verstehen. Wie Autismus entsteht, ist noch vollkommen unklar. Mediziner favorisieren allerdings genetische Ursachen. Genau wie Autisten, benötigen Alexithymie-Patienten einen strukturierten Alltag. Weitere Informationen zu diesem Thema bieten die imedo-Gesundheitsnews.
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