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Psychopharmaka machen nicht grundsätzlich abhängig

15. Oktober 2008 Ein Kommentar
Antidepressiva machen nicht zwangsläufig abhängig. Viele Patienten setzen aber genau aus dieser Angst ihre wichtigen Medikamente ab. Das Internet-Gesundheitsportal www.imedo.de warnt diesbezüglich vor anderen Medikamenten, bei denen mehr Vorsicht geboten ist. Tabletten gegen Kopfschmerzen oder Bluthochdruck nehmen die meisten Menschen ohne große Bedenken ein. Wenn es um Psychopharmaka geht, sind viele Menschen skeptischer. „Bei den meisten Psychopharmaka, die zur längerfristigen Behandlung von seelischen Erkrankungen eingesetzt werden, ist die Befürchtung, abhängig zu werden, jedoch unbegründet“, sagt Ursula Havemann-Reinecke von der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie und Nervenheilkunde, kurz DGPPN. Antidepressiva seien ein wichtiger Bestandteil der Therapie von Depressionen und Neuroleptika. Patienten sollten die Medikamente keinesfalls aus Angst vor einer Abhängigkeit absetzen, erklärt die Expertin. Benzodiazepine und Codein haben Suchtpotenzial Bestimmte Tranquilizer haben ein höheres Suchtpotential. „In 80 Prozent der Fälle von Medikamentenabhängigkeit nehmen die Betroffenen Benzodiazepine ein, die zu den Beruhigungsmitteln zählen. Aber auch Schmerzmittel Codein, ein Opiat, das in einigen Hustensäften enthalten ist, weil es den Hustenreiz unterdrückt, hat ein hohes Suchtpotenzial“, erläutert Havemann-Reinecke. Stress im Beruf, familiäre Konflikte, Lust- und Antriebslosigkeit oder Schlaflosigkeit können schnell in einen problematischen Konsum von Medikamenten mit Abhängigkeitspotenzial führen. Krankheit verändert die Persönlichkeit, nicht Psychopharmaka „Solche Medikamente werden heute aber nur noch sehr gezielt und zeitlich begrenzt eingesetzt“, sagt Frank Bergmann vom Berufsverband Deutscher Nervenärzte. Die meisten Psychopharmaka machen seinen Aussagen zufolge weder abhängig, noch verändern sie die Persönlichkeit. „Es ist vielmehr die Erkrankung, die die Persönlichkeit verändern kann, wenn sie nicht behandelt wird“, erklärt Bergmann. Der Mediziner wirbt für mehr Verständnis gegenüber Menschen mit seelischen Erkrankungen. Depressionen etwa seien kein Zeichen von Schwäche oder Verrücktheit, sondern eine Erkrankung wie jede andere. Antidepressiva können den gestörten Neurotransmitter-Haushalt im Gehirn wieder in Ordnung bringen. Häufig empfiehlt sich eine Psychotherapie als Therapieergänzung. Die imedo-Gesundheitsnews informieren auch über die verzögerte Wirkung von Antidepressiva und bieten Depressiven zudem Hilfe im Internet.
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