- Der wichtigste Punkt ist die schlechte Aufklärung. Diese Art von Krankheit klingt weitaus ungefährlicher als das Schreckgespenst Krebs oder Diabetes und Herz-Kreislaufkrankheiten. Dabei wird COPD nach einer Prognose der Weltgesundheitsorganisation schon 2030 die dritthäufigste Todesursache sein!
- COPD wird meist zu spät erkannt, da die Symptome hinter anderen chronischen Leiden älterer Erkrankter zurücktreten oder gar nicht als Krankheitssymptome, sondern eben nur als „Raucherhusten“ wahrgenommen werden.
- Zudem ist diese Krankheit noch lange nicht hinreichend erforscht, es fehlt an Therapiemöglichkeiten für COPD im Frühstadium. Dies soll sich zwar bald ändern - hat sich das Deutsche Zentrum für Lungenforschung vorgenommen, aber die Versäumnisse der letzten Jahrzehnte aufzuholen, wird viel Zeit beanspruchen.
- Ein wichtiger Punkt, die Krankheit konkret betreffend, ist der Teufelskreis, der sich aus Atemnot, geringerer Belastbarkeit, Inaktivität und Konditionsverlust ergibt.
Sie ist für jeden vierten Toten der Welt verantwortlich und wird trotzdem immer noch unterschätzt.
Von vielen wird die Krankheit COPD als „Raucherlunge“ abgetan, doch nun bekommt sie endlich die Aufmerksamkeit, die wir ihr dringend schenken sollten! Denn heute startet, auf Forderung der Internationalen Allianz gegen Nichtübertragbare Krankheiten, ein UN-Gipfel zu genau diesem Thema in NewYork.
Wofür steht denn COPD genau?
Die chronisch obstruktive Lungenerkrankung (engl: chronic obstructive pulmonary diesease, COPD) ist neben Krebs, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Diabetes eine der vier großen nichtübertragbaren Krankheiten. Wie kanadische Forscher gerade in dem Fachmagazin „The Lancet“ veröffentlicht haben, betrifft sie jeden vierten Menschen im Laufe seines Lebens. Sie bezeichnet alle Krankheiten, bei der die Lunge betroffen ist, ausgedrückt durch Husten, Auswurf und Atemnot. Den größten Platz darunter nimmt die chronische Bronchitis ein, die eine Art Einstieg in das weite Feld der chronisch obstruktiven Lungenerkrankungen markiert.
Wie entsteht eine chronisch obstruktive Lungenerkrankung?
Erst vergrößern sich die Zellen der Schleimdrüsen. Dies geschieht vor allem, wenn die Atemwege dauerhaft entzündet sind, wie es bei Rauchern meist der Fall ist. So wird mehr Schleim im Atemtrakt produziert, als abgebaut werden kann. Dann kann es zur Keimbesiedelung kommen, die Schleimhaut schwillt an und die Bronchialmuskulatur verdickt sich durch häufiges Husten. Verkrampfung der Bronchialmuskulatur, Anschwellen der Schleimhaut in den Bronchien und die chronisch erhöhte Schleimproduktion sind die wesentlichen Faktoren, die eine obstruktive Lungenerkrankung verursachen.“Obstruktiv“ besagt, dass die Bronchien dauerhaft verengt sind. Das führt zur COPD-typischen Atemnot. Als Endpunkt dieser und vieler anderen COPDs steht das Lungenemphysem, eine irreversible Überblähung der Lungenbläschen.
Warum ist COPD eine Gefahr?
