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Einmal zielgerichtete Tumorentfernung zum Mitnehmen bitte!

16. September 2011 Keine Kommentare
Die neue CyberKnife-Technologie verspricht genau dies. Sie soll es möglich machen innerhalb kürzester Zeit durch gezielte Strahlung, einen Tumor präzise zu bekämpfen. Und das ganz entspannt, ohne Narkose und Schmerzen. Klingt wie Star Wars? Genau das findet auch Klaus Wowereit, der gestern das CyberKnifeCenter in der Charité Berlin eingeweiht hat. Hier freut man sich riesig über das neue Center, welches das vierte seiner Art in Deutschland ist. Weltweit haben sich schon mehr als 100.000 Patienten auf diese Weise behandeln lassen. Die Behandlung von Tumoren mit hochbeschleunigten Photonen oder Elektronen als Alternative zum operativen Eingriff ist nicht neu, wird aber von dieser Technik auf ein neues Level gebracht. Was ist denn nun beim CyberKnife-Verfahren anders? Normalerweise wird bei einer Strahlentherapie die betroffene Körperpartie mit einer nicht sehr hohen Strahlendosis über einen längeren Zeitraum bestrahlt und das Verfahren wird meistens mit der medikamentösen Chemotherapie kombiniert. Beim CyberKnife-Verfahren wird mit einer viel höheren Dosis bestrahlt und dies so präzise, dass das umliegende Gewebe verschont bleibt. Dies ist möglich, indem der Roboter Bildaufnahmen eines zugehörigen Röntgensystems permanent mit vorherigen CT-Aufnahmen abgleicht und so immer die exakte Lage des Tumors im Raum errechnet. Dadurch kann die Position des Linearbeschleunigers, das Herzstück der neuen Anlage, sich dem Ziel genau anpassen. Dies bietet enorme Verbesserung der Behandlung für den Patienten: Die Vorteile des CyberKnife-Verfahrens
  • Erstmal ist diese Art der Therapie völlig schmerzfrei und komfortabel, da durch die Präzision jegliches Gewebe um den Tumor herum keiner zerstörerischen Strahlung ausgesetzt ist. Daher ist auch keine Form der Narkose und nicht einmal die Fixierung des der betroffenen Körperregion nötig, denn der Roboter verfolgt jede kleine Bewegung des Patienten und synchronisiert sich sogar mit seiner Atmung.
  • Außerdem kann diese Behandlung ambulant durchgeführt werden. Vor der Behandlung kommt der Patient zu Aufklärungs- und Beratungsgesprächen und es wird eine Computertomografische Untersuchung durchgeführt. Die zuständigen Ärzte analysieren anhand dieses Bildmaterials, welches Gewebe genau bestrahlt werden muss und pflegen diese Daten in das System ein. Dann kommt der Patient am Tag der Behandlung ohne große Vorbereitung zu seinem Termin. Die wirkliche Behandlung dauert im Normalfall 30 bis 90 Minuten und wird ein bis fünfmal durchgeführt. Während sich der Roboter um die gemütliche Liege des Patienten bewegt und den Tumor aus verschiedenen Positionen bestrahlt, kann dieser sich entspannen und Musik hören. Es ist sogar möglich per Handzeichen zu signalisieren, dass man zum Beispiel eine Toilettenpause benötigt, denn die Behandlung kann ohne Komplikationen unterbrochen werden. Danach kann der Patient wie gewohnt nach Hause und in seinen Alltag zurückkehren.
  • Ein weiterer wichtiger Vorteil ist die Beweglichkeit des Linearbeschleunigers. Dieser kann einen Tumor aus 1600 Positionen bestrahlen und dadurch kann jede Körperregion behandelt werden. Ob es sich also um Knochenmetastasen, Lungenkarzinome, Brustkrebs oder einen Hirntumor handelt, das CyberKnife erreicht die Stelle problemlos.
  • Was das CyberKnife Centrum in Berlin auszeichnet, ist seine Eingliederung in das Universitätskrankenhaus Charité. So ist interdisziplinäre Arbeit besonders begünstigt, denn hier wird radioonkologische und neurochirurgische Expertise verknüpft und falls das CyberKnife-Verfahren nicht die richtige Behandlungsmethode für den Patienten sein sollte, ist die Überstellung in eine andere Form der Strahlentherapie problemlos möglich.
Wann ist eine Behandlung mit dem CyberKnife nicht möglich? Allerdings ist nicht jeder Tumor für die Behandlung durch das CyberKnife geeignet. Damit die zielgerichtete Bestrahlung einen Vorteil bringt, muss der Tumor klar abgegrenzt sein. Denn wenn der Tumor im Gewebe gestreut ist, würde bei einer so hochdosierten Strahlung zu viel gesundes Gewebe getroffen werden, das sich dann nicht, wie bei einer herkömmlichen Strahlentherapie, wieder erholen kann. Außerdem ist die Behandlung noch keine gesetzliche Kassenleistung, da die einzelne Sitzung recht teuer ist. Dr. Arne Grün von der Charité Berlin weist aber darauf hin, dass die Kosten, durch die schnelle und ambulante Durchführung, im Endeffekt ähnlich hoch sind wie bei der noch vorherrschenden Standarttherapie. Dadurch sollte man eine gute Verhandlungsposition gegenüber der Krankenkasse haben. Der Strahlentherapeut und Mitarbeiter der Klinik für Radioonkologie hofft jedoch, dass sich mit dem Bekanntwerden des Verfahrens und der Aufklärung über die Vorteile, immer mehr Krankenkassen dazu entschließen, die Behandlungsmethode von selbst an zu bieten. Denn nur so kann man „den Kampf gegen die dunkle Seite“, wie Klaus Wowereit es ausdrückt, erfolgreich weiter kämpfen! ärzte.de MediService GmbH & Co. KG stellt sich vor: ÄRZTE.DE entstand aus einer Weiterentwicklung der Marke „imedo.de“. Ganz nach dem Grundsatz „value to the costumer“ schlägt ärzte.de die Brücke zwischen dem Anspruch des Patienten und den Zielen des Arztes. Wir wissen um die Bedürfnisse unserer Kunden und um ihren Wert. Daher investieren wir kontinuierlich in diese Ergebnisse um einzigartige Leistungen und Lösungen zu generieren. Das ärzte.de-Team setzt sich nicht nur zum Ziel, Patienten bei ihren Gesundheitsentscheidungen transparent, authentisch und fachkundig zu unterstützen. Sondern auch, Ärzte darin zu fördern, ihre Bekanntheit und ihr positives Image zu steigern. Mittels zahlreicher Partnerportale und deren nutzenorientierter Funktionalität können sich unsere Ärzte optimal im Web positionieren, die Bindung zu ihren Patienten stärken und neue Zielgruppen erschließen. Redaktion Gesundheitsnews, Hannah Ehlers
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