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Wenn Opa immer mehr vergisst

9. September 2011 Ein Kommentar
Der Ausruf des Pflegejahres 2011 weist uns darauf hin: Die deutsche Gesellschaft wird immer älter. Überall spricht man über Demografiewandel. Die Alten werden immer älter und zu wenige Kinder werden geboren, um diesen Alten eine Stütze zu sein. Das Bundesgesundheitsministerium versucht Lösungen zu finden und mit Reformen, dem durch den Wandel unserer Gesellschaft entstehenden Fachkräftemangel und den dadurch explodierenden Kosten der Pflegeversicherung entgegen zu wirken. Denn nicht nur die Zahl der Berufstätigen sinkt, auch die Zahl der Alten und Pflegebedürftigen wird immer größer. Schon 2020 soll es in Deutschland rund 3 Millionen Menschen geben, die auf Pflegedienstleistungen angewiesen sind. Warum werden Alte nicht einfach alt, sondern pflegebedürftig? Alt werden bedeutet leider nicht nur, dass die körperlichen Kräfte nachlassen. Alt werden ist meistens auch mit dem Nachlassen der kognitiven, emotionalen und sozialen Fähigkeiten verbunden. Es trifft die meisten erst im hohen Alter. In der Gruppe der 65- bis 69-Jährigen sind nur ca. 1,2 % von Demenz betroffen, während die Zahl der dementen Alten in der Altersgruppe der 85- bis 89-Jährigen bereits auf fast ein Viertel steigt. Demenz beschreibt den fortschreitenden Verlust der Gehirnfunktionen: das Denken, das Erinnern und die Orientierung. Die verbreitetste Form der Demenz ist Alzheimer – ca. 60% der Demenzkranken sind von dieser neurodegenerativen Erkrankung betroffen. Typisch für diese Erkrankung ist ihr schneller Verlauf. Über die Ursache von Alzheimer gibt es unterschiedliche Theorien. Die wohl bekannteste ist die Theorie, die vom Tod der Nervenzellen durch Plaquesablagerungen aus Beta-Amyloid ausgeht. Wieso dieses Beta-Amyloid, das innerhalb der Nervenzelle ein harmloser Bestandteil ist, ausserhalb der Nervenzelle solche Schädigungen verursacht, ist nicht abschließend geklärt. Eine andere Theorie besagt, dass nicht die Beta-Amyloid-Ablagerungen, sondern sogenannte Tau-Ablagerungen verantwortlich sind. Tau-Protein sind Eiweiße, die längliche Ablagerungen bilden und normalerweise die Mikrotubuli stabilisieren, welche die Transportschienen der Nervenzellen stützen. Fallen diese Tau-Eiweiße von den Mikrotubuli ab, dann verlieren diese Transportschienen ihre Stabilität und fallen zusammen. Andere Wissenschaftler wiederum gehen von einer Entzündungshypothese aus: Sie glauben, dass großflächige Entzündungen im Gehirn die Zellzerstörung verursachen. Alle drei Ansätze werden sehr kontrovers diskutiert. Welche Theorie richtig ist, ist nicht endgültig wissenschaftlich bewiesen. Sicher ist nur, dass das Risiko ab einem gewissen Alter überproportional zur Zeit ansteigt. Anzeichen für Alzheimer-Demenz Neben den offensichtlichen Hinweisen, wie zeitweiligen Gedächtnisstörungen, gibt es noch mehr Indizien für einen Ausbruch der Krankheit:
  • Vernachlässigt die Person auf einmal ihre Hobbys?
  • Fehlen ihr öfter die richtigen Wort und benutzt sie die „Ding-Sprache“?
  • Findet sich der Betroffene auch in vertrauten Situationen nicht mehr zurecht oder findet seine Sachen nicht mehr beziehungsweise legt sie an ungewöhnlichen Plätzen ab?
  • Erzählt er immer wieder die gleichen Geschichten oder stellt die gleichen Fragen?
Wie solls weitergehen mit den alternden Eltern oder Großeltern? - Erste Schritte: Bevor man nun schnell etwas entscheidet, sollte man sich gründlich informieren: Wo und wie hole ich mir Unterstützung? Ungefähr zwei Drittel der Pflegebedürftigen werden durch Häusliche Pflege betreut. Bei der Erkrankung im Anfangsstadium ist es einem vielleicht selbst noch möglich, die Pflege zu gewährleisten. Ist die Demenz weiter fortgeschritten und der Pflegebedürftige benötigt mehr Betreuung, gibt es die Möglichkeit,  caritative Einrichtungen und ambulante Pflegedienste oder zahlreiche andere Angebote zur Hilfe zu holen. Bei fortgeschrittener Krankheit wird oft über eine stationäre Pflege nachgedacht. Auch hier ist es wichtig, sich gut zu informieren. Für die Angehörigen müssen viele Fragen geklärt werden: Von Qualität und Umfang der Betreuung, Qualifizierung des Personals, Nähe zum eigenen Wohnort, Ausstattung der Unterbringung und nicht zuletzt die Höhe der entstehenden Kosten beziehungsweise deren Finanzierung. In Pflegeratgebern können Sie Checklisten finden, die Sie dabei unterstützen. Auch sollte man sich rechtzeitig mit Behördlichem befassen, wie zum Beispiel die Beantragung einer Begutachtung durch die Pflegekasse oder eventuelle Vollmachten für die Angehörigen. Außerdem ist es sinnvoll, zum Schutz des Betroffenen, verschiedene Personen und Einrichtungen zu informieren. Dazu gehören Ärzte, die Bank und Versicherungen, Geschäfte und Apotheken in der Umgebung, sowie die Nachbarn. Dies ist wichtig, damit der Patient nicht auf einmal zahllose Medikamente einkauft, wahllos Überweisungen tätigt oder wegläuft. Besonders wichtig ist aber, dass man für die Person da ist, ihr Mut zuspricht und sie unterstützt, um die soziale Abkapselung, die leider oft mit Demenz einhergeht, zu vermeiden. Versuchen Sie nochmal, Zeit miteinander zu verbringen und auch den Kontakt des Betroffenen zu Freunden und Bekannten aufrecht zu erhalten. Mussten oder müssen Sie sich auch schon mit der Beschaffung von Pflegehilfen oder ähnlichem befassen? Dann können Sie hier an einer Umfrage von betreut.de zu diesem Thema teilnehmen und einen Gutschein geschenkt bekommen. Oder Sie tauschen sich in unser Community aus und holen sich noch mehr Tipps von anderen Betroffenen! Über imedo.de ärzte.de MediService GmbH & Co. KG stellt sich vor: ÄRZTE.DE entstand aus einer Weiterentwicklung der Marke „imedo.de“. Ganz nach dem Grundsatz „value to the costumer“ schlägt ärzte.de die Brücke zwischen dem Anspruch des Patienten und den Zielen des Arztes. Wir wissen um die Bedürfnisse unserer Kunden und um ihren Wert. Daher investieren wir kontinuierlich in diese Ergebnisse um einzigartige Leistungen und Lösungen zu generieren. Das ärzte.de-Team setzt sich nicht nur zum Ziel, Patienten bei ihren Gesundheitsentscheidungen transparent, authentisch und fachkundig zu unterstützen. Sondern auch, Ärzte darin zu fördern, ihre Bekanntheit und ihr positives Image zu steigern. Mittels zahlreicher Partnerportale und deren nutzenorientierter Funktionalität können sich unsere Ärzte optimal im Web positionieren, die Bindung zu ihren Patienten stärken und neue Zielgruppen erschließen. Redaktion Gesundheitsnews, Ulrike Haferstroh & Hannah Ehlers
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