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Achtung Zugluft – So schützen Sie sich vor Nackenschmerzen

16. Februar 2011 6 Kommentare
Wenn der Nacken sich hart und verkrampft anfühlt und der Kopf sich nur noch unter Schmerzen drehen lässt, wird jede Bewegung zur Qual. Nach einem anstrengenden Tag vor dem Rechner oder einer Autofahrt bei offenem Fenster sind diese Beschwerden keine Seltenheit. Solche durch Zugluft, Stress oder falsche Sitzhaltung entstandene Nackenschmerzen können durch einfache Hausmittel gelindert und - durch das Befolgen einiger Tipps - häufig auch vermieden werden. Doch manchmal können Nackenschmerzen auch Anzeichen einer organischen Krankheit sein. Deshalb sollten Sie den Rat eines Arztes einholen, wenn die Ursachen für ihre Nackenschmerzen unklar sind und die weiter unten beschriebenen Hausmittel keine Wirkung zeigen. Andere mögliche Ursachen von Nackenschmerzen In der Regel sind Nackenschmerzen die Quittung für eine dauerhaft falsche Sitzhaltung oder Zugluft. Sie könne aber auch durch mechanische Einwirkungen, wie Stürze oder ein Schleudertrauma nach einem Autounfall, entstehen. In seltenen Fällen kann es sich bei Nackenschmerzen aber auch um ein Anzeichen für eine organische Krankheit handeln.

Folgende Krankheiten können ebenfalls Nackenschmerzen verursachen:

  • Entzündlich-rheumatischen Erkrankungen: z.B. Polymyalgia rheumatica (Vielmuskelschmerzen) oder Morbus Bechterew (Entzündungen der Wirbelgelenke, die zu Verknöcherungen führen können)
  • Erkrankungen des Knochenapparates wie: z.B. Osteoporose (Knochenschwund), Skoliose (Wirbelsäulenverkrümmung) oder Bandscheibenvorfälle
  • Bakterielle oder Viruserkrankungen: z.B. Grippe oder Meningitis (Hinhautentzündung)
In diesen Fällen sind die Nackenschmerzen jedoch nie das alleinige Symptom. Bei einer Hirnhautentzündung treten beispielsweise zusätzlich starke Kopfschmerzen, Übelkeit und Erbrechen, Fieber, Müdigkeit bis hin zur Verwirrung und extreme Lichtempfindlichkeit auf. Da eine Hirnhautentzündung eine sehr ernste Erkrankung ist, sollten Sie nicht zögern zum Arzt zu gehen, falls Sie an einem oder mehreren der eben aufgeführten Symptome leiden oder die Nackenschmerzen schlimmer werden, wenn Sie versuchen das Kinn auf die Brust zu drücken. Der Arzt kann mit Hilfe verschiedener Untersuchungen den Grund für Ihre Nackenschmerzen herausfinden. So findet der Arzt den Grund für die Nackenschmerzen Neben der klinischen Untersuchung, bei welcher der Arzt vor allem die Beweglichkeit der Muskeln und Gelenke überprüft, können Röntgenuntersuchungen oder Computertomografie (Schichtröntgen-Technik) einen möglichen Bandscheibenvorfall abklären. Mit einer Blutuntersuchung hingegen können Rheumafaktoren, Entzündungen der Wirbelsäule oder aber Anzeichen einer Hirnhautentzündung festgestellt werden. In den meisten Fällen werden jedoch Verspannungen, falsche Sitzhaltung oder Luftzug als Ursache für die Nackenschmerzen ausgemacht. Um Schmerzen dieser Art zu lindern und einem erneuten Auftreten vorzubeugen, können Sie folgende Hilfsmittel ausprobieren: Diese Hausmittel helfen bei Nackenschmerzen
  1. Lindern Sie akute Nackenschmerzen mit Hilfe von Wärmekompressen oder warmen Entspannungsbädern. Spezielle Zusatzprodukte für Bäder und Wärmekompressen finden Sie in Drogerien oder Apotheken.
  2. Gönnen Sie ihrem Nacken eine wohltuende Massage oder fragen Sie ihren Arzt nach möglichen physiotherapeutische Anwendungen, deren Kosten je nach Stärke der Beschwerden auch von der Krankenkasse übernommen werden.
  3. Vermeiden Sie in jedem Fall eine Schonhaltung und versuchen Sie alle Bewegungen wie immer durchzuführen, denn Schonhaltungen führen zu weiteren Verspannungen, die wiederum Nackenschmerzen auslösen können.
  4. Schmerzstillende und durchblutungsfördernde Medikamente können Ihnen dabei helfen, trotz der Nackenschmerzen ihre Bewegungsfreiheit zu erhalten und einer Schonhaltung entgegen zu wirken. Sie sollten jedoch nur kurzzeitig angewandt werden. Dauern die Nackenschmerzen länger an, sollte in jedem Fall ein Arzt aufgesucht werden.
So können Sie erneuten Nackenschmerzen vorbeugen:
  1. Nutzen Sie zum Beispiel Lockerungsübungen (Tipps und Übungsvorschläge erhalten Sie zum Beispiel bei Krankenkassen) oder besuchen Sie Entspannungs- oder Rückenschule-Kurse (Volkshochschulen oder Krankenkassen bieten Kurse an, viele Krankenkassen übernehmen sogar einen Teil der Gebühr).
  2. Legen Sie während der Schreibtischarbeiten immer wieder kleine Pausen ein, bei denen sie sich im Raum bewegen, dehnen und strecken. Vermeiden Sie stundenlanges Verharren in der gleichen Sitzhaltung.
  3. Treiben Sie regelmäßig Sport, um die Muskulatur dauerhaft zu stärken und damit einer Überbelastung vorzubeugen. Besonders günstig wirkt sich zum Beispiel das Schwimmen auf die Muskulatur und den Bewegungsapparat aus.
  4. Vermeiden Sie Durchzug, in dem Sie die Türen schließen während des Lüftens.

Möchten Sie mehr zum Thema Rücken- und Nackenschmerzen erfahren? Dann besuchen Sie doch mal unser Infocenter Rückenschmerzen auf imedo.de! Viel Spaß beim Stöbern.

Christiane Schmeling, Redaktion Gesundheitsnews

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