Professor Friedrich Lampert: Häufig ist die Zahnarztangst die Angst vor Zahnbehandlungen, die Angst vor dem bei Zahnbehandlungen entstehenden Schmerz, beziehungsweise dem Empfinden, diesen Schmerzen hilflos ausgesetzt zu sein. Der Patient erlebt dabei einen Kontrollverlust, den er in diesem Maße im „normalen Leben“ niemals zulassen würde. Angst vor Zahnbehandlung ist keineswegs ein Phänomen der jüngeren Vergangenheit. Betrachtet man sich die Darstellungen der holländischen Genremaler zur Zahnbehandlung, so sprechen die dort abgebildeten Gesichter der beteiligten und neugierigen Personen eine eindeutige Sprache. Dies ist verständlich, wenn man die Bedingungen sieht, unter denen in der früheren Zeit Zahnbehandlungen durchgeführt wurden. Es ist nicht verwunderlich, dass die Grundlagen zur Narkose und Anästhesie durch Zahnärzte beschrieben wurden. Auch noch zum Zeitpunkt meines Studiums, in der zweiten Hälfte der sechziger Jahre, war jedem bewusst, dass ein Besuch beim Zahnarzt mit Schmerz verbunden ist. Mit entsprechend großem Angstempfinden begab man sich in Behandlung. Die Möglichkeiten der Anästhesie, die heute selbstverständlich sind, waren noch in dieser Zeit eher Ausnahmefällen vorbehalten. Je nach psychischer Konstitution des jeweiligen Menschen kann die Zahnarztangst ein Ausmaß annehmen, welches nicht mit zahnärztlichen Mitteln allein beherrscht werden kann. Hier sind die Spezies der Medizin gefragt, die die Psyche und Seele eines Menschen behandeln. Sie können auch geeignete Medikamente einsetzen, unter deren Schutz sie dann die Zahnarztangst des Patienten abbauen können.
Die meisten Menschen haben Angst vor dem Zahnarzt. Diese Tendenz zeichnet sich auch bei einer Umfrage zur Zahnarztangst auf der Startseite der imedo-Gesundheitsnews ab: Demnach haben weit mehr als die Hälfte der Umfrageteilnehmer Angst vor dem Zahnarzt oder aber dem Bohrer beziehungsweise anderen schmerzhaften Eingriffen, informiert Sven-David Müller, Medizinjournalist beim Internet-Gesundheitsportals www.imedo.de. Der langjährige Direktor der Klinik für Zahnerhaltung, Parodontologie und Präventive Zahnheilkunde des Universitätsklinikums der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule (RWTH) Aachen, Universitätsprofessor Dr. med. dent. Friedrich Lampert, erläutert die Zahnarztangst aus Sicht eines Zahnmediziners.
Professor Friedrich Lampert: Häufig ist die Zahnarztangst die Angst vor Zahnbehandlungen, die Angst vor dem bei Zahnbehandlungen entstehenden Schmerz, beziehungsweise dem Empfinden, diesen Schmerzen hilflos ausgesetzt zu sein. Der Patient erlebt dabei einen Kontrollverlust, den er in diesem Maße im „normalen Leben“ niemals zulassen würde. Angst vor Zahnbehandlung ist keineswegs ein Phänomen der jüngeren Vergangenheit. Betrachtet man sich die Darstellungen der holländischen Genremaler zur Zahnbehandlung, so sprechen die dort abgebildeten Gesichter der beteiligten und neugierigen Personen eine eindeutige Sprache. Dies ist verständlich, wenn man die Bedingungen sieht, unter denen in der früheren Zeit Zahnbehandlungen durchgeführt wurden. Es ist nicht verwunderlich, dass die Grundlagen zur Narkose und Anästhesie durch Zahnärzte beschrieben wurden. Auch noch zum Zeitpunkt meines Studiums, in der zweiten Hälfte der sechziger Jahre, war jedem bewusst, dass ein Besuch beim Zahnarzt mit Schmerz verbunden ist. Mit entsprechend großem Angstempfinden begab man sich in Behandlung. Die Möglichkeiten der Anästhesie, die heute selbstverständlich sind, waren noch in dieser Zeit eher Ausnahmefällen vorbehalten. Je nach psychischer Konstitution des jeweiligen Menschen kann die Zahnarztangst ein Ausmaß annehmen, welches nicht mit zahnärztlichen Mitteln allein beherrscht werden kann. Hier sind die Spezies der Medizin gefragt, die die Psyche und Seele eines Menschen behandeln. Sie können auch geeignete Medikamente einsetzen, unter deren Schutz sie dann die Zahnarztangst des Patienten abbauen können.
Professor Friedrich Lampert: Häufig ist die Zahnarztangst die Angst vor Zahnbehandlungen, die Angst vor dem bei Zahnbehandlungen entstehenden Schmerz, beziehungsweise dem Empfinden, diesen Schmerzen hilflos ausgesetzt zu sein. Der Patient erlebt dabei einen Kontrollverlust, den er in diesem Maße im „normalen Leben“ niemals zulassen würde. Angst vor Zahnbehandlung ist keineswegs ein Phänomen der jüngeren Vergangenheit. Betrachtet man sich die Darstellungen der holländischen Genremaler zur Zahnbehandlung, so sprechen die dort abgebildeten Gesichter der beteiligten und neugierigen Personen eine eindeutige Sprache. Dies ist verständlich, wenn man die Bedingungen sieht, unter denen in der früheren Zeit Zahnbehandlungen durchgeführt wurden. Es ist nicht verwunderlich, dass die Grundlagen zur Narkose und Anästhesie durch Zahnärzte beschrieben wurden. Auch noch zum Zeitpunkt meines Studiums, in der zweiten Hälfte der sechziger Jahre, war jedem bewusst, dass ein Besuch beim Zahnarzt mit Schmerz verbunden ist. Mit entsprechend großem Angstempfinden begab man sich in Behandlung. Die Möglichkeiten der Anästhesie, die heute selbstverständlich sind, waren noch in dieser Zeit eher Ausnahmefällen vorbehalten. Je nach psychischer Konstitution des jeweiligen Menschen kann die Zahnarztangst ein Ausmaß annehmen, welches nicht mit zahnärztlichen Mitteln allein beherrscht werden kann. Hier sind die Spezies der Medizin gefragt, die die Psyche und Seele eines Menschen behandeln. Sie können auch geeignete Medikamente einsetzen, unter deren Schutz sie dann die Zahnarztangst des Patienten abbauen können.
