Etwa 40 Millionen Afrikaner sind mit dem Krankheitserreger Onchocerca Volvulus infiziert. In zehn Prozent der Fälle zieht die Infektion eine völlige Erblindung mit sich. Forscher der Universität Bonn haben nun einen neuen Ansatz erforscht, die Krankheit zu behandeln. Das Internet-Gesundheitsportal www.imedo.de berichtet.
Mediziner der Universität Bonn haben ein neues Therapiekonzept entwickelt, mit dessen Hilfe der weltweite Kampf gegen die Flussblindheit vorangebracht werden soll. Die meist chronisch verlaufende Krankheit, die in etwa einem Zehntel der Fälle zur totalen Erblindung führt, ist vor allem in den tropischen Regionen Afrikas und Amerikas verbreitet. Als Hoffnungsträger gelte unter anderem eine Therapie mit dem Antibiotikum Doxycyclin, mit der Mediziner verhindern könnten, dass die krankheitsübertragenden Fadenwürmer Nachkommen produzierten, wie die Hochschule mitteilt.
Kombination zweier Antibiotika könnte Patienten mit Flussblindheit helfen
In Kombination mit einem weiteren Antibiotikum wollen die Forscher nun erreichen, dass die notwendige Therapiedauer auf unter eine Woche sinkt, um sie für die Anwendung in ländlichen Gebieten der Tropen praktikabel zu machen. Angriffspunkt der Medikamenten-Therapie seien bestimmte Bakterien der Gattung Wolbachia, die der Krankheitserreger Onchocerca Volvulus zum Überleben brauche. Die Behandlungsmethode habe allerdings den Nachteil, dass sie nicht bei Kindern anwendbar sei.
Krankheitserreger Onchocerca Volvulus wird über Mückenstiche übertragen
Ein weiterer Ansatzpunkt der Forschung ist deshalb nach Angaben der Universität ein Häutungshormon namens Ecdyson. Ohne dieses Hormon könnten die Larven des Erregers nicht zu erwachsenen Würmern heranreifen. Falls es gelinge, die Produktion von Ecdyson zu stören, eröffneten sich möglicherweise Ansätze für vollkommen neue Medikamente, hoffen die Mediziner.
Die Larven des Krankheitserregers Onchocerca Volvulus, eines Fadenwurms, gelangen den Angaben zufolge über Mückenstiche in den menschlichen Körper. Unter der Haut wachsen sie zu sogenannten Mikrofilarien heran, die sich über die Lymphkanäle bis ins Auge ausbreiten können. Dies führt häufig zu Hornhautentzündungen, die eine Erblindung nach sich ziehen können. Nach Schätzungen sind allein etwa 40 Millionen Afrikaner mit dem Erreger infiziert.
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